Paradies ist einer der Namen des Reiches, in dem Muslime im Jenseits für immer glücklich leben werden. Die im Quran verwendeten Konzepte, um die ewige Heimat des Glücks auszudrücken, die Allah für die Muslime vorbereitet hat, lauten wie folgt: Paradies (Jannah) ist das am häufigsten verwendete Wort in Versen und Ahadith.[1] Adn bedeutet die Paradiese zum Leben.[2] Firdevs bedeutet Garten mit Weinbergen.[3] Husna ist der Ort, an dem Allah diejenigen belohnen wird, die gute Taten im Überfluss tun.[4] Dar es Salaam bedeutet ein Ort, der vor materiellen und spirituellen Unheil und Unbehagen schützt, und ein Ort des Wohlbefindens. Darulmukame bedeutet die Heimat, um für immer zu leben.[5]
Unter diesen Begriffen nehmen Adn- und Firdevs-Begriffe eine besondere Bedeutung ein. Weil diese Begriffe alles oder einen speziellen Teil des Paradieses ausdrücken. Zum Beispiel, sagte der Prophet Mohammed (Allahs Segen und Heil sei auf ihm): „Wenn du von Allah (den Paradies) willst, dann will den Firdevs. Weil es vom Paradies der mittlere und höchste Ort ist. Über Firdevs befindet sich der Thron des Allerbarmers.“[6] Ausserdem erklärte der Prophet Mohammed ( Allahs Segen und Heil auf ihm), dass das Paradies von Adn wie eine Stadt ist, dass die Propheten dort leben werden und dass ihre Gebäude aus Gold- und Silberziegeln bestehen werden.[7]
Wie ist das Paradies (Jannah)?
Nach islamischer Überzeugung ist das Leben im Paradies zu schön, um es mit dem Leben dieser Welt zu vergleichen. Zunächst einmal gibt es dort keinen Tod, keine Krankheit, keinen Streit, kein Alter oder Armut. Die Bewirtung, die den Menschen angeboten werden, sind keine Grenzen gesetzt.[8] An diesem grenzenlosen Ort gibt es Bäume ohne Dornen, Bananenstauden mit hängenden Früchten[9] alle Arten von Bäumen wie Datteln und Granatäpfel.[10] Diese Bäume werden nähergebracht, damit diejenigen, die möchten, sie leicht sammeln können.[11] Obwohl es im Paradies Essen und Trinken wie auf dieser Dunya geben wird, werden sie nicht wie auf der Erde sein. So zum Beispiel heißt es im Quran, dass, obwohl der Wein des Paradieses getrunken wird, er keine Trunkenheit oder Unbehagen verursacht.[12] Der größte Segen, den Muslime im Paradies erhalten werden, ist Allah zu sehen.
Der Prophet Mohammed (Allahs Segen und Heil auf ihm) beschrieb das Leben im Paradies wie folgt: „Du wirst immer gesund sein und niemals krank werden, du wirst für immer leben und nicht sterben, du wirst jung bleiben und niemals alt werden, du wirst in ständiger Glückseligkeit sein und du wirst nicht auf Schwierigkeiten stoßen. Von seinen körperlichen Behinderungen und Mangel, die man in der Dunya hatte wird es keine Spur geben.[13] Die Menschen des Paradieses werden keine Langeweile, Müdigkeit,[14] Groll und Hass empfinden.[15]
Was wird der größte Segen im Paradies (Jannah) sein?
Allah zeigt dies im folgenden Vers vom Qur’an an: „An jenem Tag jedoch werden einige Gesichter vor Glück strahlen, wenn sie ihren Herrn ansehen“[16]
Wie die Schönheiten des Paradieses beschaffen sind, können unsere Wahrnehmungen auf der Erde nicht vollständig verstehen. Daher sagt Allah im Quran: „Keine Seele weiß, welche Freuden im Verborgenen für sie bereitgehalten werden als Lohn für das, was sie zu tun pflegten.“[17]
Was für ein Ort ist die Hölle (Jahannam)?
Nach islamischem Glauben ist die Hölle; das ewige Reich, in das diejenigen geschickt werden, die die Prüfung in dieser Dunya nicht bestehen, diejenigen, die nicht an Allah glauben, und diejenigen, die Ihm Partner beigesellen.
Die Hölle wird im Quran mit 7 Begriffen ausgedrückt.[18] Diese sind wie folgt: Die Hölle (Jahannam) bezieht sich auf den gesamten Ort der Bestrafung im Jenseits. Cahim bedeutet flammendes Feuer mit hoher Temperatur.[19] Sair bedeutet flammendes Feuer und wird allgemein als Name für die Hölle verwendet.[20] Leza bedeutet das brennende, flammende Feuer und das Feuer, das die Häute röstet und schält.[21] Hutama bedeutet zerbröckelnder und zerstückelnder.[22] Sakar wird als Feuer definiert, das nichts von dem hinterlässt, was hineingeworfen wird, und nicht immer wieder aufhört zu verbrennen.[23] Haviye bedeutet Abgrund, eine tiefe Grube und ein erhitzes Feuer.[24]
“Gewiß, die Heuchler werden sich auf dem untersten Grund des (Höllen)feuers befinden, und du wirst für sie keinen Helfer finden.” der Vers weist darauf hin, dass die Hölle auch Schichten hat.[25] Diese Schichten werden nach dem begangenen Verbrechen und der verdienten Strafe getrennt.
“(Dies) am Tag, da Wir zur Hölle sprechen: «Bist du bereits voll?», und sie sagt: «Gibt es noch mehr?» Wie der Vers andeutet, wird die Hölle die Kapazität haben, alle Menschen aufzunehmen, die in sie geworfen werden, ohne jede Begrenzung.[26]
Die Hölle besteht hauptsächlich aus materiellem Feuer. Der Brennstoff der Hölle sind Menschen und brennende eigenschaft besitzende Steine.[27] Die Eigenschaften dieses Feuers werden im Quran wie folgt beschrieben: Dieses Feuer hat eine Eigenschaft, das wenn es zum Erlöschen nahe ist, wieder entfacht wird[28] den Körper umhüllt und die Haut verröstet und abschält[29] und den Körper kocht und in Stücke trennt. Der Prophet Mohammed (Allahs Segen und Heil auf ihm) berichtete, dass dieses Feuer siebzig Mal intensiver und brennender ist als das Feuer im Diesseits.[30]
Wird allen die gleiche Strafe in der Hölle (Jahannam) bevorstehen?
Nicht alle, die in die Hölle geworfen werden, werden zu derselben Strafe verurteilt, weil sie nicht dasselbe Verbrechen begangen haben. Dort werden die Menschen den Verbrechen gleichgestellt, die sie begangen haben. Einige dieser Menschen werden bis zu den Knöcheln im Feuer begraben, einige bis zu den Knien, einige bis zur Taille, Brust oder zum Hals.[31] Der Prophet Mohammed (Allahs Segen und Heil auf ihm) erklärte, dass die Person, die zur geringsten Strafe in der Hölle verurteilt wird, Schuhe aus Feuer tragen wird und ihr Gehirn von der Hitze der Schuhe kochen wird.[32] Die Hölle im Islam ist ein Ort der Bestrafung, der für immer bestehen wird. Wahrlich gibt es viele Verse im Quran, die besagen, dass die Hölle ewig dauern wird. Einige davon sind, wie folgt: „Nur auf den Weg der Hölle (wird Er führen, bekehren) , dort werden sie ewig bleiben. Und das ist leicht für Allah.“[33] „Sie sind diejenigen, die dort ewig bleiben werden. Sie werden (dort) weder einen Freund noch einen Helfer finden.“[34] In der Hölle gibt es Engel der Bestrafung (Strafe), deren Aufgabe es ist, die Menschen zu empfangen, die hier eintreten werden[35] und sie zu bestrafen. Diese werden „Teufel“ genannt[36] Im Quran heißt es, dass der Name des Engels, der die Engel anführt, „Malik“ heisst.[37] Engel werden ein hartes Temperament haben[38] und werden diejenigen, die die Hölle betreten werden, in die Hölle zwingen und ziehen.[39]
Die Beschreibungen der Hölle im Quran beziehen sich hauptsächlich auf die Art und Form der Bestrafung. Daher ist wenig über die physische Erscheinung der Hölle bekannt.
Die Darstellungen des Paradieses im Islam gehen über das hinaus, was man sich vorstellen kann; Andererseits werden die Darstellungen der Hölle als mehr ausgedrückt als alle Leiden, die ein Mensch in dieser Dunya erleiden kann. Der Charakter von Paradies und Hölle in dieser Hinsicht zeigt, wie wichtig es ist, die Prüfung zu gewinnen oder zu verlieren.
Wie wirkt sich der Glaube an Paradies (Jannah) Und Hölle (Jahannam) auf die Menschen in der Welt aus?
Der Glaube an Paradies und Hölle regelt nach der islamischen Religion auch das Leben der Menschen auf der Dunya. Weil der Einzelne sich bewusst ist, dass das kleinste Gute und Böse, das auf Erden getan wird, nicht unerwidert bleiben wird.[40] Mit diesem Bewusstsein trifft der Mensch seine Vorlieben und Entscheidungen. Es ist das Paradies, das hauptsächlich im Quran beschrieben wird. In vielen Versen hat Allah erklärt, dass Seine Diener, wenn sie sich dafür entscheiden, ein gutes und schönes Leben zu führen, ins Paradies kommen[41] und dementsprechend ihrer schlechter Wahl bestraft werden.[42] Der Mensch; wird für ihre Worte, Taten und Entscheidungen verantwortlich gemacht.
Wer kommt in die Hölle (Jahannam)?
Allah hat im Quran erklärt, dass Er diejenigen, die Böses tun, genauso stark bestrafen wird wie die Tat, die sie getan haben, jedoch wird er diejenigen, die Gutes tun, um ein Vielfaches mehr belohnen.[43]
Allah sagt; diejenigen die an eine schlimme Handlung denken zu tun, aber es entscheiden es nicht zu tun, dem wird Belohnung aufgeschrieben, demjenigen der das schlechte tut wird Allah nur eine Sünde aufschreiben, ausserdem derjenige der etwas gute tun will es aber nicht machen kann, oder nicht dazu kommt, dem wird Allah trotzdem die Belohnung aufschreiben, doch derjenige der das gedachte gute tut der bekommt vielfaches an Lohn aufgeschrieben.[44] Im Islam wird einer Person, die eine böse Tat begeht, Zeit zur Reue gegeben. Nicht jedes begangene Übel wird sofort bestraft. Bis zum Tod kann ein Mensch sich bemühen, für seine Sünden zu büßen. Diese weisen darauf hin, dass es schwieriger ist, die Hölle zu betreten als das Paradies. Denn diejenigen, die zur Hölle kommen, sind nicht diejenigen, die Fehler machen, sondern diejenigen, die bewusst auf ihren Fehlern beharren.
[1] Al-Furqan, 15; Al-Sadschda, 19; Al-Maˋida, 65
[2] Ar-Raˋd, 23; An-Nahl, 31
[3] Al-Mu‘minun, 11; Al-Kahf, 107
[4] Yunus, 26
[5] Fatir, 35
[6] Sahih Al-Buchari, Tavhid, 22; Cihad, 4
[7] Sahih Al- Buchari, Tefsiru’l- Quran, 9/ 15
[8] az-Zuchruf, 71
[9] Al- Waqi ˋa, 28-29
[10] ar-Rahman, 68
[11] al-Haqqa, 23; al-Insan, 14
[12] as-Saffat, 45-47; Muhammad, 15
[13] Sahih Muslim, Jannah, 21- 22
[14] Fatir, 35
[15] al-Aˋraf, 43
[16] al-Qiyama, 22-23
[17] as-Sadschda, 17
[18] al-Hidschr, 44
[19] al-Baqara, 119 ; al-Maˋida, 10; al-Haddsch, 51; asch-Schuˋara, 91
[20] an-Nisa, 10; al-Haddsch, 4; al-Furqan, 11; Fatir, 6
[21] al-Maˋ aridsch, 15-16
[22] al- Humaza, 4-7
[23] al- Mudaththir, 26-29, 42
[24] al-Qari’a, 9-11
[25] an-Nisa, 145
[26] Qaf, 30
[27] al-Baqara, 24; al-Anbiya, 98; at-Tahrim, 6
[28] al-Isra, 97
[29] al- Ma’aridsch, 16
[30] Sahih Muslim, Jannah, 30
[31] Sahih Muslim, Jannah, 32-33
[32] Sahih al-Buchari, Rikak, 51; Sahih Muslim, Iman , 361- 364
[33] an-Nisa, 169
[34] al-Ahzab, 65
[35] az-Zumar, 71; al- Mulk, 8
[36] al-Alaq, 18
[37] az- Zuchruf, 77
[38] at-Tahrim, 6
[39] ad-Duchan, 47
[40] az-Zalzala, 7-8
[41] al-Baqara, 25; al-A’raf, 42; al-Anfal, 36-37; at-Tauba, 72; ar-Ra’d, 22-24; al-Hidschr, 45
[42] al-A’raf, 53; al-Anfal, 36-37; at-Tauba, 34
[43] al-An’am, 160
[44] Sahih al-Buchari, Rikak 31; Sahih Muslim, Iman 207, 259
